2go2 Mallorca

Blog zur Insel im Mittelmeer

FAQ Teil 2 zu 365 Tage Mallorca

Ein Kommentar

Weiter geht es mit Antworten zu Euren Fragen nach 365 Tagen auf der iberischen Insel. Den ersten Teil Fragen liest Du hier 1 Jahr Mallorca: Wie geht es Dir?

Mallorca - I love it

6 • Muss man auch Mallorquinisch sprechen oder reicht Spanisch?

Das ist eine gar nicht so einfach zu beantwortende Frage. Amtssprachen sind auf Mallorca Spanisch (castellano) und Katalanisch (català). Gesprochen wird das català jedoch recht inselspezifisch als mallorquí. Unsere Blumenhändlerin kommt beispielsweise aus Barcelona und spricht català – auf Mallorca spricht sie Spanisch mit ihren Nachbarn, damit sie sich gegenseitig einwandfrei verstehen…

Spreche ich hier in Santanyí jemanden auf Spanisch an, kommt gerne die Rückfrage: „Deutsch?“. Dann geht es auch häufig in Deutsch weiter, denn das hat hier so gut wie jeder gelernt. Schliesslich machen im Südosten der Insel jede Menge Deutsche Urlaub oder haben sich dort (zeitweilig) niedergelassen. Wir leben hier halt auf dem Dorf, hier ist mallorquí präsenter, in Palma hören wir mehr castellano.

Da ich lange Französisch gelernt habe, kann ich bei guten Bekannten und wenn mir ungefähr das Thema bekannt ist, ahnen, was auf mallorquí gesprochen wird.  Jedoch führte bei mir das mallorquí zu Verwirrungen mit dem aufgefrischten Spanisch. Jetzt konzentriere ich mich wieder auf castellano – mallorquí bleibt auf ein paar Ausdrücke beschränkt: Bon día; bona tarda; bona nit; adéu; gràcies; mol ben; mol bò; de res* –  a poc a poc (Stück für Stück) kommt das dann in den nächsten Monaten dazu.

Rainer: Es ist auch gar nicht so einfach castellano zu üben; sobald mein Gegenüber merkt, dass ich im Spanischen nicht so fit bin (und das geht recht schnell) schalten die um auf Deutsch oder Englisch; aber mit einem „Tengo que practicar español“ (ich muss Spanisch üben) werden sie sehr hilfreich. Ohne Spanisch wäre es schon schwer hier auf der Insel, aber mallorquí ist nicht unbedingt nötig. Es hilft aber auf alle Fälle beim Socialising mit den Einheimischen.

7 • Wie unterscheidet sich Coworking bei Euch zu Coworking in Deutschland?

Anders als das bekannte Coworking in grösseren Städten in Deutschland liegt unser Coworking Space bewusst im ländlichen Raum. Was vielleicht einige nicht wissen: In Palma gibt es ein gutes Angebot spanisch geführter Spaces. Unser Konzept besteht in der Mischung von hier lebenden Coworkern aus Deutschland, Spanien, England etc. und Urlaubern, also Menschen, die per Internet auch vom flexiblen Büro im Feriengebiet arbeiten können. Das sind Selbständige, Freiberufler oder Angestellte, die merken, dass sie genauso gut da arbeiten können, wo es schön ist, wenn die Infrastruktur stimmt. Es wird daher stets Coworker geben, die nur temporär da sind, aber uns auch an ihrem jeweiligen Know-how teilhaben lassen.

Da fällt mir ein: Eine Coworkerin aus München schlug mir letzte Woche vor, Coworking mit Social Media Fitnesstraining zu verknüpfen! Jeden Tag können ab sofort Coworker 1 Stunde Know-how-Transfer Social Media orientiert an ihren Fragestellungen zum Tages- oder Wochenticket Coworking bei uns dazu buchen.

Rainer: Auch das Leben als digitaler Nomade kann man bei uns prima üben. Ein günstige Unterkunft gibt es fast überall, und wir bieten dann den Arbeitsplatz und Erfahrung in den verschiedensten Bereichen des digitalen Lebens. Letzten Samstag auf der 4. DNX (Digital Nomads Conference) in Berlin konnte ich wieder mit einigen angehenden Nomaden sprechen. Für die meisten ist es schon ein ziemlicher Sprung – vielleicht können wir als Sprungbrett auf dem Weg in fernere Gefilde dienen.

8 • Wie oft geht Ihr auf den Markt und wenn, was kauft Ihr dann?

Hier in Santanyí findet jeden Mittwoch und Samstag ein sehr grosser Markt statt. Besonders in den Sommermonaten bieten viele Stände in den Strässchen des Ortes Obst, Gemüse, Käse, Wurstwaren, Keramik, Lederwaren, Kleidung, Musik, Taschen, Korbwaren und mehr an. Gerne kaufe ich etwas vom Marktstand der Keramikwerkstatt in Llucmajor – wie diese schöne weisse Keramikplatte, auf der die jetzt im Oktober erhältlichen Ginjols liegen. Das sind chinesische Dattelfrüchte, die leicht nach Apfel schmecken – köstlich!

Keramikplatte mit Ginjols

Fundstücke vom Markt in Santanyí: Keramikplatte aus Llucmajor und Ginjols

Meistens gehe ich mittwochs vor 9 Uhr auf den Markt, um vor dem grossen Ansturm in Ruhe Gemüse und Früchte einzukaufen. Weiters habe ich ein paar Häuser vom Coworking Space entfernt einen der zwei Bioläden im Ort, der uns unter der Woche mit frischen Lebensmitteln versorgt. Ach, unsere wöchentliche Gemüsekiste vom Kartoffelkombinat in München vermisse ich schon sehr – nach fast 2 Jahren ‚koche, was wir für Dich vom Feld geerntet haben‘ mussten wir erst wieder lernen, mehr zu planen!

Rainer: Im Sommer ist mir der Markt zu voll mit Urlaubern; ab dem Herbst geniesse ich aber wieder die Auswahl an reifem Obst und Gemüse. Die ist dann nämlich nicht mehr von den vielen Leder-, Shirts-, Taschen- und Handyzubehör-Ständen abgeschirmt, an denen man sich erst vorbei kämpfen muss.

9 •Fühlst Du Dich inzwischen auf Mallorca zuhause?

Ja, zu 90 Prozent. Denn auch wenn ich Santanyí und Mallorca als mein Zuhause betrachte, so bin ich dennoch nicht hier aufgewachsen. Das ist vergleichbar mit meinen Jahren in München. Ich habe mich dort sehr wohl gefühlt, und ich war dort zuhause. Dennoch bleibt immer ein Quentchen des ‚Uneingeweihten‘, möchte ich es mal nennen.

Rainer: Ich fühle mich dahingehend heimisch, als dass ich einfach gerne wieder auf die Insel komme, wenn ich für einen Auftrag unterwegs war und wieder Richtung Palma einschwebe. Ähnlich wie Doris fehlt mir aber hin und wieder noch ein Gefühl für bestimmte Situationen und lokale Selbstverstänlichkeiten.

10 • Fehlt Euch der deutsche Winter?

Also noch nicht. Reisen in den Wintermonaten nach Deutschland sind sehr anstrengend, da man nicht an die tiefen Temperaturen langsam herangeführt wird. Von Plusgraden und prächtigem Wintergrün in der Landschaft beim Abflug geht es da rasant ins Minus nach der Landung. Zudem ist die Luft so unendlich trocken, dass die Haut verrückt spielt und viel mehr Pflege braucht als auf Mallorca. Als ich letztes Jahr im Dezember in Deutschland war, sah der Schnee sehr schön aus, aber ich erinner mich noch zu gut an viele Tage mit Matsch oder Glätte… Ach nee!

Rainer: Nein :-) Ich habe es ja schon vorher immer gesagt: „Schnee und Eis behindern nur beim Motorrad fahren“. Auch mag ich die dicke Lage von Klamotten nicht, die man einfach in Deutschland im Winter braucht.

 

Saludos de Santanyí, Doris & Rainer

2go2 Mallorca Rainer Doris

Du hast auch noch eine Frage? Stell sie uns als Kommentar :) Morgen geht es weiter mit Teil 3 der 365 Tage Mallorca-FAQ!

*Übersetzung: Guten Tag; Guten Tag (nachmittags); Guten Tag (abends)/Gute Nacht; Aufwiedersehen; Danke; sehr gut; sehr lecker; gern geschehen

Autor: DoSchu

digital communication consultant • coworking host @ Rayaworx / Mallorca • blogger at DoSchu.Com • founder of COWOXU Mallorca • digital pioneer • mobile enthusiast • speaker • moderator • networker • running on good coffee

Ein Kommentar zu “FAQ Teil 2 zu 365 Tage Mallorca

  1. Pingback: FAQ Teil 3 zu 365 Tage Mallorca | 2go2 Mallorca

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s