2go2 Mallorca

Blog zur Insel im Mittelmeer

Finale – Auf 4 Achsen und 4 Rädern nach Mallorca – Tag 4

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So gelangten wir im Sommer 2014 auf die Insel

Montpellier – Barcelona – Palma

Montpellier bedachte uns am vierten Tag unserer Tour von München nach Mallorca mit perfektem Frühstück auf der Terrasse. Dazu Sonnenschein, Wärme und viel Grün. Aufgesattelt ging es dann weiter nach Barcelona.

Besonders einfach gestalteten sich die bisherigen Tourtage eins, zwei und drei ja nicht. Da unsere Fähre nach Palma ja erst um 23 Uhr ging, genehmigten wir uns auf dem letzten Tourabschnitt viele Pausen zum Erholen und Genießen, unter anderem mit einem Ausflug in ein Strandcafe in Banyuls-sur-mer (Frankreich) kurz vor der Grenze.

Kaffeepause in Frankreich

Sonne, Strand und Kaffee

Die Pausen waren auch nötig, da ein relativ langes Stück an der Küste dermaßen windig war, dass wir permanent in Schräglage fuhren, auch auf der Geraden. Das strengt ganz schön an. Das ist dort aber wohl der Normalzustand, da es jede Menge Windwarnungen für Autos mit Anhängern und Wohnwägen auf der Strecke gibt.

Die Hauptherausforderung des Tages war dann nicht so sehr die Route nach Barcelona. Auch nicht G., unser desorientiertes Navi. Es war überraschenderweise der Fährhafen in Barcelona. Und wir dachten schon, wir stehen vor der richtigen Fähre an…

Fähre ist nicht gleich Fähre…

Wow, ich hätte nicht gedacht, dass man eine Beschilderung dermaßen verpeilt gestalten kann. Wer das erste Mal an diesem Hafen ist und sofort weiß, wo er hin muss, lügt. Zunächst standen wir mal zufrieden mit unseren Bikes vor einer großen Fähre mit dem Logo der Gesellschaft, bei der wir gebucht haben. Endlich: Ziel erreicht.

Am Hafen angekommen

1.669 km später – am Fährhafen angekommen

Aber die kurze Nachfrage beim zuständigen Einweiser zur Absicherung bringt die Erkenntnis: richtige Gesellschaft, falsches Schiff. Unser Fährschiff sei über die “White Bridge” zu erreichen, naja, und die sei “da hinten”, wobei die Richtung hauptsächlich per Kopfnicken angedeutet wurde. Beschilderungen studiert: kein Hinweis. Navi gefragt: kein Eintrag (wunderte uns nicht wirklich, euch etwa?).

Also wieder aufgesattelt und in Richtung der angedeuteten Brücke gefahren. Auf dem Weg dahin keine Schilder, die uns bestätigt hätten. Erst als wir schon auf der Brücke waren, kamen die ersten Schilder. immerhin. Inzwischen sammelten sich einige Autos mit deutschen Kennzeichen hinter uns, die zuvor im großen Kreisverkehr umherirrten.

Mit Schildern wär’s zu einfach!

An der eigentlichen Einfahrt zur Fähre sind wir dann erst mal vorbei gerauscht. Das Schild mit dem Pfeil zur Anlegestelle befindet sich genialerweise hinter der Einfahrt, hinter einem Drahtzaun und auch hinter einem Betonpoller.

Dadurch waren dann alle Autos, die sich hinter uns gesammelt haben, plötzlich doch wieder vor uns bei der Anmeldung. Zum Glück hatten wir schon online eingecheckt und die entsprechenden Bordkarten dabei. Einige Autofahrer wurden von diesem abgelegenen Hafenteil eiskalt wieder zum Hauptgebäude (ca. 1-2 Kilometer zurück) geschickt. Dafür hatten sie die Gelegenheit etwas zu essen oder zu trinken zu besorgen. Denn hier gab es nichts. Gar nichts. Nada. Zip. Niente.

Dafür ein sehr nettes Paar aus dem Badischen, die ebenfalls mit den Mopeds unterwegs waren. Gemeinsam fuhren wir auf trockenen (!) Eisenrampen in den Bauch des Schiffes und parkten unsere Motorräder. Service inkludiert: Die Fährmannschaft verzurrt die Bikes sobald alle Autos verladen sind.

Bikes auf der Fähre

Auf der Fähre

Tja, und obwohl schon die nett ausklappbaren Komfortsitze („Pullman“) gebucht, gelang es uns nicht zu erholsamem Schlaf zu kommen. Direkt nebenan waren nämlich die Boxen für die Hunde, die sich natürlich nicht unbedingt wohl fühlten und entsprechend Krach schlugen. Waren die Hunde irgendwann mal durch das geschlossene Schott gedämpft, schnarchten Passagiere um die Wette oder unterhielten sich. Tipp fürs nächste Mal: Ohropax und Schlafmaske mitnehmen – das Licht ist trotz „Dämpfung“ enorm hell.

Die Sitze sehen gemütlich aus

Pullmansitze und (später) gedämpfte Beleuchtung

7 Uhr morgens erreichten wir dann mit der Fähre bei einem perfekten Sonnenaufgang den Fährhafen von Palma de Mallorca (kurzes stimmungsvolles Video dazu siehe Hafen am Morgen). Runter vom Schiff und ab ins Hotel UR Portofino. Mit Frühstück am Pool und nur einen Block vom Meer entfernt kamen wir dann richtig in Palma an.


4 Tage, 1700 Kilometer und die Bikes sind da, wo sie von jetzt an mit uns leben werden. Auf Mallorca.

2 Bikes in Santanyí

Mit den Bikes in Santanyí, Mallorca

Der Streckenverlauf ist auf den Karten vom letzten Tourtag dargestellt sowie von allen Tagen zusammengefasst. Das Höhenprofil unser Tour verlief von 500 m über dem Meeresspiegel rauf auf etwas über 2.000 m am Susten- und Grimselpass und hinunter auf Meeresniveau.

Die Tourberichte der anderen Tage lest ihr hier:

Kartenabbildung: Daten von OpenStreetMap – Veröffentlicht unter ODbL

Autor: rschuppe

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