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Digital Nomads in den Ferien – bcnue Session

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Barcamp Nürnberg Session bcnueLange ging ich davon aus, dass es nur mir so geht. Andere trennen zwischen Arbeit und Urlaub, nur mir springen neue Aspekte in den Ferien für Konzepte oder Projekte ins Hirn. Inzwischen weiss ich – da steh ich nicht allein. Dank Smartphones, Tablets oder Laptops und Online-Anwendungen können viele Wissensarbeiter nahezu jeden Ort zum temporären Arbeitsplatz machen. Das Büro reist im Koffer mit.

In der Session Digital Nomads & Ferien beim Barcamp Nürnberg im April 2014 war dann recht schnell klar, was die Top 3 Themen beim Arbeiten auf Reisen sind: 1. WLAN 2. WIFI 3. … Akku ;)

Dazu machte die Session deutlich, wie unterschiedlich auf die zunehmend verschwimmenden Grenzen zwischen beruflichem und privatem Leben reagiert wird. Vom Wunsch der strikten Trennung bis zur entspannter empfundenen Bewältigung beruflicher Anforderungen.

Arbeiten mit neuen Perspektiven

Die Unabhängigkeit von starrer Arbeitsplatzbindung ermöglicht für die Arbeit inspirierende Plätze aufzusuchen. Eine Teilnehmerin betreut ein Tauchblog und erzählte wie sie ihren Schreibtisch verlegte, um täglich von ihren Tauchgängen in Bergseen zu berichten.

Oder die private Erkundung der Capverden mit verlagertem Arbeitsplatz verknüpfen, damit mehr Zeit für die Erkundung der Umgebung zur Verfügung steht. Ein Software-Entwickler bietet seinen europäischen Kollegen das Homesitting ihrer Wohnung an, da die technische Ausstattung das reibungslose Arbeiten in der Cloud erlaubt.

Sozusagen Workation – die Kombination von Arbeiten work und Urlaub vacation:

Workations involve traveling to a vacation destination to partake in both work and play. It’s appealing as a tax write-off and work incentive for business owners, freelancers and independent contractors looking for a change of environment. Workations are becoming popular with smaller businesses in which the owners and/or employees work independently from different locations around the world.“
Quelle: Maui Coworking and Workation Space

Positive Effekte beim Arbeiten am Urlaubsort

An erster Stelle wird hier Inspiration genannt. Allein schon durch den Wechsel der Umgebung werden neue Anregungen gewonnen. War zum Beispiel eine neue Perspektive für das Tauchblog entstanden.

So empfinden manche das Arbeiten als fokussierter. Denn jenseits des im Ferienparadies aufgeschlagenen Schreibtisches locken interessante Freizeitangebote, die für Entspannung und Abwechslung nach dem Arbeitstag sorgen.

Es kann aber auch die absolute Ruhe und Abgeschiedenheit sein. So zieht sich ein Session-Teilnehmer gerne zum Arbeiten auf einen Hof zurück. Dort ist er allein und versorgt morgens und abends mit großer Freude die Hoftiere.

10 Tipps fürs digitale Arbeiten unterwegs

Diese nützlichen Tipps ergaben sich in der Diskussionsrunde der Barcamp Session in Nürnberg:

  • Statt mit langsamen oder überforderten Hotel-WLANs zu kämpfen war der erste Tipp die Datenflat zu nutzen und mit einem mobilen WLAN-Router oder dem Smartphone einen eigenen Wifi-Hotspot einzurichten.
  • Reserve-Akku nutzen, die sind inzwischen bei hoher Leistungsfähigkeit recht handlich und leichtgewichtig.
  • Solar-Panels am Rucksack können in richtig sonnigen Gebieten Strom liefern; drauf achten, ob das Gerät wirklich lädt und nicht seine Pufferbatterie mit dem Akku des Smartphone, Tablets oder Notebooks lädt.
  • Cloud-Tools wie Evernote, Google Drive oder Wunderlist nutzen, wenn möglich mit Offline-Funktionalität für das Risiko schlechter Online-Anbindung.
  • In deutschen ICE-Zügen ist auf vielen Strecken das Online-Arbeiten mit einem Telekom-Vertrag prima möglich.
  • Dunkle Sonnenschirme geben ein besseres Licht für das Arbeiten mit Laptop auf Balkon oder Terrasse.
  • Für LAN-Kabel im Hotelzimmer einen Adapter dabei haben, falls es keine Netzwerk-Buchse am Gerät gibt (z.B. Thunderbolt-Ethernet-Adapter fürs MacBook Air).
  • Stromkabel nicht vergessen – am besten eine Tasche, in der alle Kabel und Adapter ihren festen Platz finden.
  • Wer sein Notebook viel bewegt (zum Beispiel auf Motorradfahrten) sollte eine Solid State Festplatte (SSD) verbaut haben.
  • Und für Foto-Fans: Dosiert Fotos auf öffentlichen Social Media-Profilen posten – das kann sonst der Produktivitäts-Wahrnehmung bei Projektkollegen oder Auftraggebern schaden.

Dazu ist eine gewisse Selbstorganisation von großem Vorteil, die Inspirationen der ungewohnten Arbeitsumgebung in produktives Schaffen umzusetzen. Wie steht ihr zum Arbeiten in den Ferien? Welche Tipps habt ihr zur Ergänzung?

Autor: DoSchu

digital communication consultant • coworking host @ Rayaworx / Mallorca • blogger at DoSchu.Com • founder of COWOXU Mallorca • digital pioneer • mobile enthusiast • speaker • moderator • networker • running on good coffee

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