2go2 Mallorca

Blog zur Insel im Mittelmeer


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Hey, wie geht es Dir?

Antworten auf eine beliebte Frage kurz vorm Umzug

„Wie geht es Dir denn jetzt wo der Umzug in greifbare Nähe rückt?“ Gute Frage.Adeo - Hola

Kurze Antwort: Ich freu mich drauf! Auf Santanyí, der kleine Ort, in dem ich ab Mitte Oktober leben werde. Auf die Menschen dort, die Umgebung und die mallorquinische Version des „savoir vivre“. Auf den geplanten Coworking Space samt Community, die ihn mit Leben füllen wird.

Die etwas längere Antwort als Blogpost:

Erwähnte ich, dass ich Veränderung gut finde? Nicht erst in der Schul-Oberstufe hoffte ich auf Veränderung: Das vorgezeichnete Dasein als Hausfrau und Mutter passte nicht zu meinem Fokus auf Mathematik/Naturwissenschaften mit Perspektive Studium. Vielen Frauen in den 1970ern sei Dank, was heute anders denkbar und umsetzbar ist.

Flexibilität als Lebenselixir

Arrrsome Tshirt rp14Für mich wurde zur Maxime, recht flexibel zu sein, die Augen offen zu halten und Chancen zur Veränderung zu ergreifen. Es ist ein Zufall gewesen, dass ich 1996 auf der „5 Jahre Linux“-Party in München jemanden aufgrund seines T-Shirts ansprach. (Daher rührt vielleicht mein Faible für Foto-Serien wie T-Shirts der re:publica :)

Wie sich im Gespräch herausstellte suchte diese Person genau mich: Jemand mit Passion fürs Internet. Für die Pressestelle von CompuServe, um in Workshops deutschsprachige Journalisten für die Online-Welt zu begeistern.

Wen traf ich beim Online-Pionier unter vielen anderen? Rainer, meinen Lebensgefährten, Tour-Partner und Freund. Jemand mit ähnlichen Gedanken, der wie ich Flexibilität und Neugier vor Besitz stellt. Wir haben uns kein Haus und auch keine Wohnung gekauft. Dafür Motorräder, mit denen wir verreisen.

Über das Motorradfahren sind wir nach vielen gefahrenen Kilometern zum Endurotraining bei Mallorquin Bikes nach Mallorca gekommen. Zufällig entdeckte ich das Angebot bei meiner Online-Suche und wurde von Coworkerin Sina aus Radfahr-Perspektive bestätigt: tolle Insel. Letztes Jahr wiederum zufällig formte sich nach den Gesprächen mit anderen Motorradfahrern in den Tourpausen die Idee, einen Platz zum gemeinschaftlichen Arbeiten in der Cloud auf Mallorca aufzubauen. Zufall ja, aber es gehört auch dazu, das Neue tatkräftig weiter zu denken.Shared Passion.

Da wir flexibel sind, können wir den Schritt gehen. Und lassen das eine oder andere hinter uns; meine Erfahrung sagt mir, das Wichtige wird bleiben. Wichtige Personen zum Beispiel, mit denen es auch nach Monaten „Funkstille“ wieder so ist, als hätten wir uns nur eine Woche nicht gesprochen. Und ich werde nicht „versteckt“ in einer Firma arbeiten sondern in einem Coworking & Meeting Space: Da freue ich mich besonders über bekannte Gesichter, die als Arbeitsreisende ihr flexibles Arbeiten mit Sonnenschein und Meeresrauschen verbinden.

Kölsche Wurzeln

Da fällt mir ein: Sicherlich prägte mich meine Grundausbildung als „kölsch Mädche“ – dem einen oder anderen ist ja das rheinische oder auch Kölsche Grundgesetz bekannt. Darin finden sich zum Beispiel folgende Redensarten, die eine gute Erklärung für meine Zuversicht abgeben:
Kölsch Mädche

  • Nix bliev wie et wor
    Steter Wandel und Veränderung sind normal und gehören zum Leben dazu, Stillstand bildet eher die Ausnahme; Hauptsache ich bleibe mir selber treu und die Veränderung passt zu mir.
  • Et kütt wie et kütt
    Egal wie genau ich plane, es wird immer etwas geschehen – positiv wie negativ – das ich vorher nicht auf der Uhr habe; und daher ist flexibel bleiben meine Richtschnur.
  • Et hätt noch immer joot jejange
    Der Blick zurück zeigt: viele Entscheidungen und besonders die mit Ortswechsel verbunden waren, haben sich ausgezahlt; ich vertrau auf meinen Instinkt!
  • Wat soll dä Quatsch?
    Veränderungen und Neuerungen sind jedoch stets zu hinterfragen; entsprechend habe ich mir in den letzten Monaten sehr häufig die Frage gestellt, welchen Nutzen das neue Projekt genau bieten wird.

Adéu Múnich & Hola Santanyí

Wie eingangs gesagt: Mit großer Freude mache ich den Schritt. In jedem Adiós (Adéu auf Mallorca) steckt auch ein ¡Hola! Besonders gespannt bin ich darauf, wie sich meine Passionen kombinieren lassen: Networking (im doppelten Sinne), Motorradfahren und Coworking.

Wünscht uns Glück – bei jedem Schritt, ob privat oder beruflich, ist das kleine Quentchen Glück eine wohltuende Zutat. Hasta luego – bis bald!


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Quasi Technik Museum

Außergewöhnliche Funde: längst vergessene Gadgets der Vergangenheit

Die eine räumen den Keller mal wieder auf, wir sind dabei unseren Hausstand für den großen Umzug zu reduzieren. Ausmisten halt. Und dabei zieht mal wieder die Technik der letzten 20 Jahre in Form des einen oder anderen Artefaktes vorbei, das vielleicht einmal unersetzlich war und jetzt teilweise traurigen Blickes um’s Überleben kämpft.

Exemplarisch habe ich hier eines der besten Adventures aus der Prä-Onlinezeit, welches jetzt tatsächlich auch wieder auf der Playstation gespielt werden kann: „Sam & Max hit the road“, witzig subversiv und mit schonungslosen Blicken hinter die Fassade eines kuscheligen Hasen.

Gekauft habe ich es bei meinem ersten beruflichen USA-Aufenthalt in Columbus, Ohio. 1995 lernte ich am dortigen Hauptsitz von CompuServe einiges über den Betrieb von Online-Diensten.

Zeugen der Online-Frühgeschichte

Die Disketten der ehemaligen Platzhirsche – CompuServe Information Manager (CIM) für DOS und OS/2 sowie originalverpackter Netscape Navigator aus meiner Zeit bei Netscape – zeugen von der Vergänglichkeit des Ruhmes. Quasi die Stein- und Eisenzeit-Werkzeuge des Internet. Disketten sind übrigens das, was euch als „Speichern“-Symbol in vielen Anwendungen anlacht.

Erstaunlich & kurios

Dann haben wir noch die unentbehrlichen Handys Nokia 6310i, 6021 und das Siemens S35i – ehemalige Spitzenmodelle (OK, das 6021 nicht wirklich). Alle ohne Kamera. Und tatsächlich gar nicht mal so alt. Alle lassen sich erstaunlicherweise problemlos laden und die Akkus sind, trotz des hohen Alters, sogar nicht sofort platt!

Mit diesen Geräten kamen bei den Ausgrabungen übrigens Hasi und Bärchen ans Licht: zwei kuschelige Handyhüllen. Nach Feedbacks auf Facebook und Instagram werden die auch mit umziehen :) (Danke sagt DoSchu)


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Unterwegs sicher arbeiten – VPN @ work – Teil 1

Endlich frei! Arbeiten wo man will

Laptop in the sun

Laptop in the sun

Unterwegs zu arbeiten ist so einfach. Es gibt fast überall WLAN und wenn es das nicht gibt, sind mobile Hotspots eine erschwingliche Lösung, um an fast jedem Ort Zugang zum Internet zu bekommen. Ihre Produktivität können viele Berufstätige inzwischen da entfalten, wo sie möchten – zumindest wenn sie zu den freien Geistesarbeitern, digitalen Nomaden oder auch zunehmend Festangestellten gehören, die von ihren Arbeitgebern die Freigabe und die technischen Mittel bekommen.

iCloud, Google Drive, Dropbox, CenterDevice, ich kann gar nicht alle Dienste aufzählen, die einen Datenaustausch und damit eine Zusammenarbeit von Projektteams unabhängig vom Standort ermöglichen. Dazu noch Skype, Hangouts, Facetime, die Liste von Kommunikationsmöglichkeiten ist ebenso endlos.

Wir kommen also an Daten ran und können miteinander drüber reden. Alles perfekt, oder?

Ja, seid Ihr den wahnsinnig? Das ist doch alles überwacht!

Ja, ich kann die Schauer, die fast jedem Leser hier jetzt über den Rücken laufen selber spüren und ich kann Sie hören: „Das ist doch aber alles unverschlüsselt und unsicher“, „Da kann ja jeder mitlesen, der irgendwo Zugang zum Netz hat“, „Seid Ihr wahnsinnig?“. NSA, BND, CIA, GCHQ, die Chinesen, alle lesen mit und das aus den verschiedensten Gründen.

Wie können wir trotzdem eine sichere Datenübertragung realisieren? Wie die Kommunikation sichern? Schließlich haben viele von uns mindestens eine Verschwiegenheits-Erklärung (Non Disclosure Agreement, NDA) unserer Arbeitgeber oder Kunden unterschrieben.

Darin verpflichten wir uns zum vertraulichen Austausch von Daten mit unseren Kunden. Das bedeutet vor allem, wir müssen alles dafür tun, dass die Daten in sicherer, am besten verschlüsselter Art und Weise übertragen werden, damit niemand Unbefugtes mitlesen kann.

Und das ist gar nicht so schwer, wie manche sich das jetzt vorstellen. Das Stichwort lautet: VPN

(Ich werde hier erklären, wie man seine Datenübertragung generell sichern kann. Die Themen anonymisiertes Surfen, Informanten- und Quellenschutz für z.B. Journalisten, etc. werde ich hier nicht explizit eingehen.)

Was ist ein VPN?

Virtual Private Network, kurz VPN genannt, ist eine Technologie, mit der hohe Datensicherheit in Form von verschlüsselter Datenübertragung auch in öffentlichen Netzen realisiert wird.

Hierbei wird „einfach“ ein verschlüsselter Übertragungskanal innerhalb der Netzwerkverbindung aufgebaut und damit ein privates Netz erzeugt. Details zur Technologie finden sich in Wikipedia:  VPN bei Wikipedia und auch, in etwas kürzerer Form bei Network Lab (letzteres nicht mehr ganz aktuell, bietet aber immer noch einen guten Einstieg).

Kurzer Exkurs für Nicht-Techniker

Das Internet ist ein großes Netzwerk, in dem der Datenverkehr flexibel über jeweils verfügbare Netzwerkinfrastrukturen läuft: Die Wege der Daten sind nicht fix vorgegeben. Dadurch sind alle Informationen mehr oder weniger frei empfangbar für andere Netzteilnehmer. Der Vorteil ist dabei, dass die Daten selbst bei Teilausfällen des Netzwerkes am Zielort ankommen, da sie sich flexibel einen anderen Weg bahnen. Das ist aber nur eine grobe Vereinfachung der Technologie (Die Geeks unter den Lesern mögen mir bitte verzeihen).

Ein VPN errichtet innerhalb des öffentlichen Netzwerks ein zweites, und zwar ein privates Netzwerk. Dieses Netz nutzt die Infrastruktur des Internets, schirmt aber den Datenverkehr vor neugierigen Blicken oder Bots ab.

Stellen wir uns einen Tunnel aus einer undurchsichtigen Plastikfolie vor, der auf dem Gehsteig einer öffentlichen Strasse aufgebaut wird. Darin gehen dann Mitarbeiter, Postzusteller, Paketdienstleister, etc. hin und her, ohne dass jemand davon etwas mitbekommt. Da diese Verbindung aber nicht physisch fixiert aufgebaut ist, sondern immer nur dann erstellt wird, wenn man sie braucht, ist dieses Netzwerk nur virtuell.

Dazu braucht man natürlich die nötige Infrastruktur, d.h. sowohl in der Hardware der Nutzer als auch der Unternehmen oder Lösungsanbieter. Um im Bild des Plastiktunnels zu bleiben: Beide Endstellen müssen sich einig sein, welches Plastik verwendet wird, welchen Durchmesser der Tunnel hat und auch, wie die durch die Wand verhindert wird.

Geschützt in der Öffentlichkeit

Im VPN ist das in der Regel eine Client-Software auf einem Laptop und eine Server-Software auf Seiten der Firma. Über die verschlüsselte Verbindung kann dann jeglicher Netzwerkverkehr des Laptops über diesen Server geleitet werden, der dann weitere Dienste oder Anwendungen zur Verfügung stellt. Kurz: Man kann so arbeiten, als wäre man direkt vor Ort im Unternehmen.

Die folgende Grafik zeigt beispielsweise an jedem Unternehmens-Standort einen VPN Server (blauer Kasten), die permanent verknüpft sind. Remote tätige Mitarbeiter dagegen verbinden sich jeweils mit einem passenden Client. Steht die VPN-Verbindung (schwarze Leitungen), kann niemand von außen die Daten lesen, obwohl alles über das öffentliche Internet geleitet wird.

Virtual Private Network overview.svg
Virtual Private Network overview“ von Ludovic.ferre (Diskussion · Beiträge) – Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

Der unschlagbare Vorteil dieser Technologie ist, dass so unsichere Verbindungen sehr sicher werden; Voraussetzung für viele Firmen, überhaupt Telearbeit oder Remote Work zuzulassen.

Aber Achtung: Ein VPN hilft nicht gegen Ausspähung durch Trojaner oder anderer Malware auf dem eigenen Computer. Es wird nur die Übertragung der Daten durch Verschlüsselung geschützt, nicht die Daten selbst auf dem Rechner. Auf einem entsprechenden Virenschutz ist beispielsweise nicht zu verzichten.

Freut Euch auf VPN Teil 2
So, das erstmal genug für heute. Im 2. Teil wird es noch konkreter:

  • Was ist ein Firmen-VPN?
  • Was kann ich als Selbständiger oder Privatmensch tun?
  • Wie funktioniert das?


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Wie praktisch ist das denn: Gestoria

Schon mal dran gedacht, jemand anderes loszuschicken, wenn ein Ämtergang ansteht? Wer hört auch öfters den Amtsschimmel wiehern, wenn die gestelzte Sprache eines Behördenformulars dreimal zu lesen ist? In Spanien gibt es in diesen Fällen professionelle Unterstützung: die so genannten Gestorias.

Wenn ich schon in meiner eigenen Sprache manches Formular nicht auf Anhieb verstehe, machte ich mir Sorgen, wie das wohl in Spanien sein wird. In meinen Kursen habe ich Alltags-Spanisch gelernt, nicht „Behördisch“. Und bei einer Firmengründung im Ausland will ich möglichst wenig Fehler machen.

Foto: Africa Studio / fotolia.com

Formularausfüllen ist wie Kreuzworträtseln (Foto: Africa Studio / fotolia.com)

Vermittler zwischen Bürgern und Behörden

Also freuten wir uns sehr, als wir im Buch Auf Mallorca leben und arbeiten von den Dienstleistungen der Gestorias lasen.

Da dem Staat durchaus bewusst ist, dass der Bürger mit ihm nicht mehr ohne sachkundige Vermittlung zurechtkommt, hat er schon vor längerer Zeit eine Ausbildungsverordnung erlassen, welche die Anforderungen an einen Gestor und dessen Werdegang festlegt.
Gestorias auf Mallorca / Reisebuch.de

Gut: Der Service kostet Geld. Spart jedoch Zeit und gibt uns mehr Sicherheit bei der Firmenanmeldung kein Häkchen in einem Antragsformular falsch zu setzen.

Einige Bekannte in Deutschland meinten gleich, das wäre wirklich eine praktische Dienstleistung, die sie auch gerne in Deutschland nutzen würden. Moment… eigentlich sind wir als Bürger der Staat und die ausführenden Organe wie Behörden unsere Angestellten. Und daher sollten unsere Angestellten verständlich mit uns kommunizieren. Oder?

Im direkten sowohl Social Media-Bekanntenkreis hörte ich mich um, ob mir eine Gestoria empfohlen werden kann. Zunächst kam da lange Zeit kein Echo zu mir zurück. Also studierte ich die Websites der Gestoren auf Mallorca hinsichtlich Spezialgebieten, Sprachen der Mitarbeiter etc. Ein Online-Auftritt sah etwas frischer aus als die anderen und weckte mein Interesse. Jedoch wollte ich mich bei so einer wichtigen Entscheidung nicht von einer etwas Branchen-unüblichen Website leiten lassen.

Schließlich erhielt ich eine persönliche Kontaktvermittlung auf Mallorca, welcher mir ausgerechnet die Gestoria empfahl, die mir per Website bereits zusagte. Montag lernten wir uns persönlich kennen, und wir beantragten unseren Firmennamen für die zu gründende S.L. in Spanien. Mittwochabend kam per E-Mail die Nachricht, dass aus den eingereichten Bezeichnungen bereits ein Name gewählt wurde. Flott!

Foto: Africa Studio / fotolia.com


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Mallorca Gruss: Fotos vom Fest in Portocolom

Gestern war einiges los in Portocolom: Sowohl am Ufer als auch auf dem Wasser. Zum Festtag der Schutzheiligen der Seefahrer und Fischer lud die Hafenstadt zur Festa de Mare de Déu del Carme.

Von der Kirche Parroquia del Carmen de Portocolom ging die Prozession einmal um den Plaza de Sant Jaume hinunter zum Meer aufs Schiff. Dort warteten bereits sehenswürdig geschmückte Boote, um sich in die Prozession durch das Naturhafenbecken in Portocolom einzureihen. Darunter auch sehr phantasievolle Varianten wie der rosafarbene Krake auf einem Schiffchen mit einigen Kindern.

Am Ufer boten die Stände der begleitenden Fira Marinera auf dem Platz vor der Kirche und in den angrenzenden Straßen vielfältige Speisen, Getränke und Kunsthanderk. Natürlich gab es frisch gebackene Churros, Ensaimadas und andere mallorquinische Köstlichkeiten.

Apropos köstlich: Lecker und erfrischend war das frisch gezapfte Bier Galilea Red Ale von CasCerveser aus der Tramuntana. Eine kleine Privatbrauerei (Micro Cerveseria) aus Galilea nahe Puigpunyient im Gebirge der Insel.

Fotos: Rainer Schuppe


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SuperMoon über Portocolom

Als wir Freitagabend auf Mallorca ankamen und gen Südosten fuhren, zeigte sich der aufgehende Mond recht groß am Himmel. Da wir unseren Unterkunftkontakt nicht zu lange warten lassen wollten, hielten wir nicht für ein paar Fotos an. Dafür haben wir den Vollmond am Samstag schön per Kamera eingefangen.

Im Internet fand ich die Erklärung für den beeindruckend großen Himmelskörper: Samstag, 12. Juli 2014 kam der Mond in Vollmondphase der Erde mal wieder besonders nah. Ein Effekt, der im englischsprachigen Raum Super Moon oder Supermoon genannt wird.

Also legten wir uns ab 20:30 im Naturhafen von Portocolom auf die Lauer. Wünschten die Wolken von dannen, die sich ausgerechnet da sammelten, wo laut Google Sky Map der Mond aufgehen wird.

Aussergewöhnlich hell kam unser Erdtrabant dann über den Horizont – um sogleich in Wolken zu verschwinden… Als er über die Wolken stieg, schien der Mond dann so hell und orangefarben – sehr beeindruckend zu beobachten. Hier ein Foto, das nur ahnen lässt, wie groß und „sonnig“ der vertraute Erdbegleiter wirkte.

supermoon portocolom mallorca

Super Moon 12. Juli 2014 in Portocolom / Mallorca (Foto: Rainer Schuppe)

Nächste Gelegenheiten zur Beobachtung von Supermoons bestehen am 10. August sowie 9. Oktober 2014.

Nützliche Links zum Supermoon

NASA Beitrag zu SuperMoon:
http://science.nasa.gov/science-news/science-at-nasa/2014/10jul_supermoons/
Android App Google Sky Map (kostenfrei):
https://play.google.com/store/apps/details?id=com.google.android.stardroid