2go2 Mallorca

Blog zur Insel im Mittelmeer


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Weiter auf 4 Achsen und 4 Rädern nach Mallorca – Tag 3 (von 4)

So gelangten wir im Sommer 2014 auf die Insel

Tag 3: Von Annecy nach Montpellier ins Hotel des Arceaux

Der Morgen am dritten Tag unserer Tour von München nach Mallorca begrüßte uns in Annecy mit Frühstück bei Seeblick und anschließendem kleineren Berg mit ein paar Kurven. Im Prinzip geradeaus durch Frankreich ging es weiter Richtung Montpellier.

Nach den regnerischen und navigationstechnischen Tücken des zweiten Tages unserer Tour fuhren wir von Annecy nach Voiron eine entspannte Strecke vorbei an Kühen, Schafen, Ziegen und durch kuschelige Dörfer. Das Wetter war super und lockte auch die Bienen raus. Leider hat sich eine Honigsammlerin arg verflogen: Sie schlug bei geöffnetem Helmvisier in meinem Gesicht auf.

Normalerweise kein Problem, Insekten gibt’s öfter mal. Aber die Biene traf genau die Stelle zwischen Sonnenbrille und Nase und versuchte in Panik zu stechen. Zum Glück gelang ihr das nicht komplett. Der Stachel war noch an ihrem Körper, als wir sie fanden.

Doris kramte ihre Französisch-Kenntnisse zusammen und besorgte Eis zur Kühlung. Zum Glück konnten wir damit das Schlimmste verhindern, so dass wir nach vergleichsweise kurzem Stopp problemlos weiterfuhren. Weiterlesen


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Weiter auf 4 Achsen und 4 Rädern nach Mallorca – Tag 2 (von 4)

So gelangten wir im Sommer 2014 auf die Insel

Tag 2: Zürich – Sustenpass – Grimselpass – Lac d’Annecy

Der erste Tag unserer Tour München-Mallorca brachte uns gut nach Zürich. Tag 2 begann mit Regen; zwar nur leichter Regen, aber spürbar. Wir hatten die Hoffnung, dass es an unserem Ziel, dem Lac d’Annecy in Frankreich knapp südlich vom Genfer See, endgültig trocken sein würde.

Gelernt vom ersten Tag auf der Fahrt Richtung Mallorca haben wir uns Autobahn-Vignetten besorgt. Ohne die würden wir heute noch in den Tälern zwischen Grimselpass und Mont Blanc herumfahren…

Denn unser Navi – nennen wir es G. – machte sich nicht nur am Vortag bei uns unbeliebt. Es erwies sich als enorm stur und unflexibel. Weiterlesen


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Auf 4 Achsen und 4 Rädern nach Mallorca – Tag 1 (von 4)

So gelangten wir im Sommer 2014 auf die Insel

cropped-cropped-img_8640-mallorca-go-santanyi.jpgEnde August 2014: Es wird Ernst. Der Umzugswagen ist bestellt, die Kartons werden befüllt und alle Zeichen stehen auf Süden. Dazu kommen noch die administrativen Dinge, wie Firmengründung, Bankkonto Eröffnung, für die man persönlich anwesend sein muss. Warum nicht per Bike anreisen?

Eine längere Motorrad-Tour war sowieso fällig, und schließlich müssen die Motorräder ja auch umgezogen werden. Auf dem LKW fühlen die sich doch gar nicht wohl! Das Wetter ist diesen August auch noch Mist, und südlich des Alpenhauptkamms warten die gelobten Kurven und vor allem: die Sonne. Weiterlesen


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Warten auf Süßes und Saures

Das hat nichts mit Halloween zu tun, obwohl das hier auch in Spanien gefeiert wird und bei den Kindern sehr beliebt ist. Ist jetzt auch ein bisschen spät dafür. Nein, ich will die Wartezeit auf reife Zitronen, Orangen und Mandarinen aus unserem Garten mit ein paar Fotos überbrücken.

Jeden Tag strahlt uns eine sehr schön gelbe Zitrone schon von Weitem an, nur um dann bei näherer Betrachtung auf der anderen Seite noch grün zu sein. Das sind schon fast Tantalusqualen.

Also warten

Aber es dauert nicht mehr lange und wir werden wahrscheinlich nicht wissen wohin mit den vielen Zitronen, Orangen und Mandarinen. Weiterlesen


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Zitronen im Sonnenparadies – 7 Tipps gegen Ruß

Lemon / Zitrone (Foto: DoSchu)

Zitronnenbaum mit leuchtender Zitrone

„If life gives you lemons…“ – mach Limonade draus oder eine Handwaschpaste. Letzteres war unser Credo der letzten beiden Oktoberwochen. Ein Haus wollte geschrubbt werden. Darum war es auch so still hier im Blog.

In unserem kleinen Garten stehen zwei Zitronenbäume. Im großen lacht mich jeden Morgen eine gelbe Zitrone an, die jedoch nur auf einer Seite bereits fertig gereift ausschaut. Sie hat mich inspiriert beim Durchhalten, bei der mentalen Verarbeitung des Schocks, den wir abends am Einzugstag erhielten. Haltet euch fest, jetzt wird’s dunkel.

Alles so schwarz hier…

Kisten auspacken macht hungrig. Also gingen wir am frühen Abend unseres ersten Tages im neuen Zuhause in Santanyí zum Einkaufen. Als wir zurück zum Haus kamen, quoll uns schwarzer Rauch entgegen, so dass wir die Tür sofort wieder verschlossen. Und unseren Vermieter alarmieren, der wiederum die lokale Feuerwehr zu uns sandte. Ohne Atemschutz war jedoch nichts zu machen. Also mussten wir noch warten bis die Feuerwehr aus Felanitx anrückte.

Rußentfernung Wand

Von Schwarzgrau zu Weissgrau

Diese ging dann sehr umsichtig vor und löschte den lokalen Brand in der Küche. Einen Wasserschaden gab der Brand also nicht. Die Klingel hatte einen Defekt und sollte sobald Ersatz da ist ersetzt werden. Leider hat sich der Klingelschalter just beim Herausgehen verklemmt und so ein Durchbrennen der Klingel in der Küche verursacht.

Alles keine Sache, wenn sie einfach nur auf die Fliesen gefallen wäre. Aber weil wir ja gerade auspackten stand eine Umzugskiste mit unserem Besteck direkt darunter, deren Einwickelmaterial der durchgebrannten Klingel Nahrung gab. Daneben als weitere Feuernahrung leider eine Kiste mit Einwickelpapier, eine Kiste mit Schaumfolie vom Einwickeln, ein Bohrmaschine und eine Kiste mit Verlängerungskabeln und Steckdosen.

Das schöne, frisch renovierte Haus, nahezu jeder Raum, jedes Holz, der schöne Parador in der Küche, ach jeder Winkel: schwarz oder dunkelgrau von Ruß. Ein Albtraum, aus dem wir dann fast zwei Wochen lang nicht erwachten, sondern – täglich grüßt das Rußtier – mit Schrubben verbrachten.

Jede Menge Glück im Unglück

Okt 2014 Cala Santanyí / Foto: DoSchu

Cala Santanyí / Mallorca Oktober 2014

Ein Unglück, bei dem wir dann doch noch viel Glück hatten: Wir schliefen nicht über der Rauchentwicklung sondern waren einkaufen. Alle Fenster waren geschlossen, so dass der Brand nur durch die Belüftung der Küche Sauerstoff erhielt. Die 50 cm entfernte Holzküche fing kein Feuer.

Aufgrund des Markttages am Mittwoch lieferte uns die Spedition nur einen kleinen Teil unseres Umzugsgutes. Und freundlicherweise lagerte sie unsere Siebensachen weitere Tage ein bis das Haus wieder weiß war.

Unsere Vermieter haben ein Hostal in Cala Santanyí, wo wir bis zum neuerlichen Einzug am 27. Oktober schlafen und frühstücken konnten. Jeden Tag mehr half uns der wunderschöne Blick bei schönstem Sonnenwetter auf die Bucht und den Strand als Ausgleich zum Tageswerk.

Auch ein Glück: Wir verstehen uns super mit unseren Vermietern und waren ein klasse Team. Da einige Putzspezialisten leider abwinkten, als sie hörten es handele sich um ein verrußtes Haus, war Do-it-Yourself angesgt. Als endlich Spezialisten gefunden waren, stellten wir fest, dass wir inzwischen mehr Erfahrung hatten als diese mitbrachten…

7 Tipps zur Rußentsorgung

Daher hier Empfehlungen zu Maßnahmen und Putzmitteln gegen Ruß je nach Oberfläche – von uns in leidvoller Praxisarbeit getestet und für wirksam befunden. Wichtig: Handschuhe tragen! Ebenfalls angeraten: Mund/Nasenschutz.

  1. Losen Ruß immer erst trocken entfernen: Sobald Ruß an der Wand feucht wird gräbt er sich in die Oberfläche ein und ist nur noch enorm mühsam wegzubekommen. Also Decken und Wände erst mal abkehren und Ruß mit Staubsauger aufnehmen oder absaugen (weniger wirksam als Kehren). Achtung: Kärchern hat sich als sehr kontraproduktiv erwiesen.

    Fliesenfugen reinigen

    Scotch Brite für Fliesenfugen – viel Handarbeit

  2. Wand / Decke waschen (Putz, keine Tapete): Scotch Brite mit Wasser, zügig aufnehmen mit Microfasertuch, das in Wasser mit Lejía getränkt wurde; nach 3-4 Stellen beides auswaschen und auswringen. Bei starker Verrußung am nächsten Tag wiederholen.
  3. Stein / Santanyí Stein waschen: Scheuerbürste + Wasser mit Lejía, ablaufendes Wasser auffangen.
  4. Fliesenfugen reinigen: Zur Erstreinigung den Fliesenboden mit Wasser plus Lejía putzen, damit geht schon mal ein guter Teil weg. Dann Wasser mit Lejía auf die Fliesenfugen von ca. 8 Fliesen geben, kurz einwirken lassen, mit Scotch Brite die Fugen scheuern, dann mit Microfasertuch + Wasser mit Lejía aufnehmen; anschliessend Raum nochmals putzen. Interessantes Phänomen: Die Fliesen reagieren anders als die Wand, hier ist der Ruß auch nach erstmaliger Befeuchtung immer wieder weiter lösbar.
  5. Plastik / Fensterrahmen reinigen: Spüli-Lösung, sonst Kaminofenglas-Gartenplastikstuhl-Reiniger (z.B. Asevi Cristales De Estufas), an hartnäckigen Stellen PVC Reiniger von Würth nutzen.
  6. Kühlschrankoberfläche: Erstreinigung Kaminofenglasreiniger, finale Reinigung mit Würth PVC Reiniger.
  7. Zitronensaft + Zucker für die Hände: Mit dem Saft einer Zitrone aus dem Garten und Zucker auf der Hand eine Paste anrühren und damit die verschmutzten Hände säubern. Riecht auch lecker.

Zitrone, Orange, Mandarine & Rosmarin duften so gut

Mandarinenblüte Mallorca

Duftet wunderbar: Mandarinenblüte, Mallorca Oktober 2014

Das Haus ist wieder weiß (zum Teil musste dreifach gestrichen werden), und wir sind inzwischen „richtig“ eingezogen. Die Gerüche von Reinigungsmitteln oder neuer Farbe sind dank der guten Wetterlage Ende Oktober verflogen.

Letzte Rußspuren an Kleinteilen werden Stück für Stück beseitigt. Glücklicherweise waren erst ganz wenige Bücher hier, die sich nicht gut vom Ruß befreien lassen.

Die Zitrone im Baum ist noch nicht reif, ihre grünen Kolleginnen am Baum noch immer grün. Ich habe Zeit.

Und ich bin sehr dankbar, dass der Rosmarinbusch, das Orangen- und das Mandarinenbäumchen im Garten zur Putzzeit so schön blühten: Die Blüten gaben unseren Nasen mit angenehmen Düften kleine Erholungspausen.


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Die Nomaden kommen – DNX Conference in Berlin

Wow – ich war beeindruckt als ich Samstag vor einer Woche recht früh zur DNX – Digitale Nomaden Konferenz in Berlin einschwebte. Also zuerst mal war ich angesichts der frühen Uhrzeit einfach hundemüde, aber Kaffee und eine leckere Apfel-Zimt Schnecke aus einem Café in der Nähe („Zeit für Brot“, Tipp!) brachten den Kreislauf wieder in Schwung. Und dann hielten mich die Nomaden auf Trab. Ich wusste ja nicht so recht, was mich erwartet, ich kannte wenige aus der Szene aus den Online-Auftritten und gar niemanden persönlich.

Kaffee und Klönen zum wach werden

Machte aber gar nichts: Nomaden sind kommunikativ. Ein Thema zum Plaudern findet sich sofort und dann kommt man schnell in meist fachliche Gespräche. Das war auch notwendig, da es ein bisschen länger morgens dauerte, bis wir in das Babylon eintraten. (Ein altes Kino mit Stummfilm-Leinwand und vor allem Stummfilm-Orgel!) Ein kleiner Plausch an der frischen Berliner Morgenluft tat da ganz gut.

Was dann folgte hat mich davon überzeugt, wie richtig und passend unser Projekt Coworking für Urlauber und Besucher auf Mallorca ist.

Als roter Faden zog sich durch fast alle Vorträge:

Arsch hoch, mach Dein Ding, die Mittel sind da, Ideen gibt es genug, wer mit Leidenschaft ran geht schafft es auch irgendwann. UND … Zögere nicht, Scheitern ist OK, Aufgeben ist nicht erlaubt.

Feel the fear and do it anyway

Ein Kernthema der DNX: Mach es, auch wenn Du Angst davor hast. Wenn es sich richtig anfühlt, dann überwinde die Angst – Conni Biesalski / DNX 2014

Natürlich gehört, wie fast überall, das nötige Handwerkzeug dazu. Die DNX ist ein richtig guter Platz um zu lernen was man wie einsetzen kann. Von der Idee zur Umsetzung (Katja Andes / Sunny Office), welche Art von Solopreneuren es gibt (Ehrenfried Conta Gromberg), dass es nicht schlimm ist Fehler zu machen, wenn man dabei lernt, und wie man schnell einen Online-Shop aufzieht. Daneben noch Key-Learnings und Erfahrungsberichte rund um mobile work – ein gelungen vielfältiges Programm.

Kuh oder Delfin

Stellvertretend für den Vortragenden steht hier eine Kuh. Im Vortrag ging es darum, dass wir uns alle als Kühe fühlen und die eleganten Delfine bewundern, die aber auch als Kühe angefangen haben.

Und vor allem:

Redet miteinander, tauscht Euch aus, lernt voneinander

Ich konnte einige sehr interessante Gespräche in den kurzen Pausen führen; wie eingangs erwähnt, man kam einfach superschnell miteinander ins Gespräch, egal ob mit HR Consultant, Online Marketing Expertin, Physiker auf dem Weg zu neuen Ufern, Bloggern oder Medienspezialist.

Jede der Sessions war interessant, Danke an Felicia Hargarten und Marcus Meurer für die Auswahl der Vortragenden.

Anregung für die nächste DNX

An der Location sollte noch mal gefeilt werden. Ein Kino ist zwar super von der Präsentationsfläche her, weniger geeignet jedoch für das Networking. Das Foyer empfand ich als zu eng; so gestaltete sich die Nahrungsaufnahme etwas schwierig an den Stehtischen als alle aus dem Saal drängten. Damit war die Durchmischung der Teilnehmer schwierig – mit einem Teller in der Hand durchdrücken ist nichts für jeden.

Vom Programm her hätte ich mir öfters und längere Pausen gewünscht, um noch mehr Networking zu betreiben – leider konnte ich an der Party am Abend zuvor nicht teilnehmen. Beim nächsten Mal werde ich mehr Zeit einplanen, das war jetzt aber einfach nicht drin, da unsere Wohnung verpackt werden musste, um nach Mallorca aufzubrechen.

Das ist auch der Grund für die Verspätung des Blogeintrags. Wir waren einfach bis gestern abend 17:20 komplett unter Dampf, und erst als wir im Flieger saßen, kamen wir wieder etwas zu Atem.

Fazit zur DNX

Ein Muss-Event für alle, die den ausgetretenen Pfaden der klassischen Arbeitslandschaft und deren beengten Entwicklungsmöglichkeiten entfliehen wollen. Wenn Ihr wissen wollt, wie man das macht oder auch nur den letzten Kick braucht um etwas auf die Beine zu stellen, dann kommt zur nächsten DNX 9. Mai 2015 in Berlin. Die Veranstalter warnen:

ACHTUNG: Die DNX kann Dein Leben verändern!

Dazu helfen auch Events für den Austausch in den verschiedenen Regionen Deutschlands (siehe Facebook-Beitrag der DNX mit Links) oder die geplante globale DNX Ausgabe im Sommer 2015.

Wir planen DNX-Events auf jeden Fall als spannende Termine für 2015 ein! Sehen wir uns?


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Kulturtipp: Cabrera Informationszentrum

Kultur – Geschichte – Architektur – Aquarium

openstreetmap mallorca cabreraAuf einer Tour im Sommer per Motorrad im Südosten Mallorcas haben wir es nach dem Besuch des Cap Salines zufällig entdeckt: Das Informationszentrum Naturpark Cabrera (Centro de Visitantes Parque Nacional de Cabrera). Im Untergeschoss fanden wir erfrischende Kühle – und ansonsten jede Menge interessante kulturelle Einblicke.

Dies ist ein Beitrag zur Blogparade „Mein Kulturtipp für Euch“. Bis zum 26. Oktober 2014 können noch weitere Kulturtipps als Blogbeitrag eingereicht werden (Hashtag #KultTipp).

Archipel Cabrera / Mallorca

Von der Ortschaft Colònia Sant Jordi kann das vorgelagerten Archipel, der Naturpark Cabrera, per Schiff besucht werden. 30 Minuten dauert die Überfahrt zur Inselgruppe bestehend aus der Insel Cabrera, sechs kleineren und einem Dutzend winziger Inseln. Das gesamte Gebiet des Archipels ist 1991 zum marinen und terrestrischen Nationalpark mit begrenzter Besuchserlaubnis erklärt worden.

Seit 2007 zählt Cabrera zur vorrangigen Sonderschutzzone des Mittelmeers (Zona especialment protegida d’importància per a la Mediterrània, ZEPIM). Falls mit eigenem Boot der Parc Nacional Marítimoterrestre de l’Arxipèlag de Carbrera angesteuert werden soll: unbedingt zuvor eine Genehmigung beantragen unter www.caib.es.

Alternativ kann das Centro de Visitantes in Colònia Sant Jordi besucht werden: Das untere Stockwerk ist der Natur nachempfunden und zeigt in vielen Aquarien Pflanzen und Tiere des Mittelmeers um das Archipel. Wir laufen durch eine interessant gestaltete Unterwasserwelt, die auch Amphorenfelder nachbildet, wie sie auf dem Meeresboden um Cabrera gefunden wurden.

Kulturgeschichte per Mural

Mit einem Aufzug tauchen wir wieder auf und haben vom obersten Stock einen Blick auf Cabrera, die sich am Horizont leicht vom Meer abzeichnet. Der Grundriss des Gebäudes ist kreisförmig, seine sich nach oben verjüngende, konische Form lehnt sich an die Turmbauten der urgeschichtlichen Talaiot Kultur auf den Balearen an. Zwischen Aussenmauer und Kern des Zentrums verläuft ein Fussweg in einer Spirale nach unten. Immer im Blick: das riesige Wandgemälde La Espiral del Tiempo – die Zeitspirale.

Beim Herunterlaufen machen wir immer wieder Halt und betrachten die Details des Murals. Fünf Jahre arbeitete der Künstler Miguel Mansanet an seiner verwobenen Darstellung von Mythologie sowie Szenen der Menschheits- und Zivilisations-Geschichte im Mittelmeerraum im Kartenstil des 14. Jahrhunderts.

Auf 500qm Wandgemälde gilt es dann auch bekannte Persönlichkeiten der mediterranen Geschichte zu entdecken, wie Christoph Columbus, Leonardo Da Vinci, Marco Polo, Napoleon oder Picasso. Darüber hinaus hat Miguel Mansanet in 33 Reliefs die im Mittelmeer gebauten Bootsformen der verschiedenen Epochen dokumentiert.

Auf der Website des Künstlers wird das Projekt „La Espiral del Tiempo“ sehr anschaulich dokumentiert und erläutert.

Centro de Visitantes Parque Nacional de Cabrera

Cabrera / Mallorca - openstreetmap.org
Adresse
c/ Gabriel Roca, Colònia de Sant Jordi

Öffnungszeiten
10 bis 14 Uhr (letzter Einlass 13 Uhr)
15 bis 18 Uhr (letzter Einlass 17 Uhr)

Eintritt
8 Euro Erwachsene / Kinder ab 13 Jahren
4 Euro Kinder 3-12 Jahre / Lehrer / Studierende
50% Ermässigung für Residents

Website
http://cvcabrera.es/en

Illustration mit Kartenmaterial von openstreetmap.org, Fotos: creative commons licence BY-NC-ND Schuppe / http://www.2go2-mallorca.eu