2go2 Mallorca

Blog zur Insel im Mittelmeer


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Finale – Auf 4 Achsen und 4 Rädern nach Mallorca – Tag 4

So gelangten wir im Sommer 2014 auf die Insel

Montpellier – Barcelona – Palma

Montpellier bedachte uns am vierten Tag unserer Tour von München nach Mallorca mit perfektem Frühstück auf der Terrasse. Dazu Sonnenschein, Wärme und viel Grün. Aufgesattelt ging es dann weiter nach Barcelona.

Besonders einfach gestalteten sich die bisherigen Tourtage eins, zwei und drei ja nicht. Da unsere Fähre nach Palma ja erst um 23 Uhr ging, genehmigten wir uns auf dem letzten Tourabschnitt viele Pausen zum Erholen und Genießen, unter anderem mit einem Ausflug in ein Strandcafe in Banyuls-sur-mer (Frankreich) kurz vor der Grenze.

Kaffeepause in Frankreich

Sonne, Strand und Kaffee

Die Pausen waren auch nötig, da ein relativ langes Stück an der Küste dermaßen windig war, dass wir permanent in Schräglage fuhren, auch auf der Geraden. Das strengt ganz schön an. Das ist dort aber wohl der Normalzustand, da es jede Menge Windwarnungen für Autos mit Anhängern und Wohnwägen auf der Strecke gibt. Weiterlesen


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Weiter auf 4 Achsen und 4 Rädern nach Mallorca – Tag 3 (von 4)

So gelangten wir im Sommer 2014 auf die Insel

Tag 3: Von Annecy nach Montpellier ins Hotel des Arceaux

Der Morgen am dritten Tag unserer Tour von München nach Mallorca begrüßte uns in Annecy mit Frühstück bei Seeblick und anschließendem kleineren Berg mit ein paar Kurven. Im Prinzip geradeaus durch Frankreich ging es weiter Richtung Montpellier.

Nach den regnerischen und navigationstechnischen Tücken des zweiten Tages unserer Tour fuhren wir von Annecy nach Voiron eine entspannte Strecke vorbei an Kühen, Schafen, Ziegen und durch kuschelige Dörfer. Das Wetter war super und lockte auch die Bienen raus. Leider hat sich eine Honigsammlerin arg verflogen: Sie schlug bei geöffnetem Helmvisier in meinem Gesicht auf.

Normalerweise kein Problem, Insekten gibt’s öfter mal. Aber die Biene traf genau die Stelle zwischen Sonnenbrille und Nase und versuchte in Panik zu stechen. Zum Glück gelang ihr das nicht komplett. Der Stachel war noch an ihrem Körper, als wir sie fanden.

Doris kramte ihre Französisch-Kenntnisse zusammen und besorgte Eis zur Kühlung. Zum Glück konnten wir damit das Schlimmste verhindern, so dass wir nach vergleichsweise kurzem Stopp problemlos weiterfuhren. Weiterlesen


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Weiter auf 4 Achsen und 4 Rädern nach Mallorca – Tag 2 (von 4)

So gelangten wir im Sommer 2014 auf die Insel

Tag 2: Zürich – Sustenpass – Grimselpass – Lac d’Annecy

Der erste Tag unserer Tour München-Mallorca brachte uns gut nach Zürich. Tag 2 begann mit Regen; zwar nur leichter Regen, aber spürbar. Wir hatten die Hoffnung, dass es an unserem Ziel, dem Lac d’Annecy in Frankreich knapp südlich vom Genfer See, endgültig trocken sein würde.

Gelernt vom ersten Tag auf der Fahrt Richtung Mallorca haben wir uns Autobahn-Vignetten besorgt. Ohne die würden wir heute noch in den Tälern zwischen Grimselpass und Mont Blanc herumfahren…

Denn unser Navi – nennen wir es G. – machte sich nicht nur am Vortag bei uns unbeliebt. Es erwies sich als enorm stur und unflexibel. Weiterlesen


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Auf 4 Achsen und 4 Rädern nach Mallorca – Tag 1 (von 4)

So gelangten wir im Sommer 2014 auf die Insel

cropped-cropped-img_8640-mallorca-go-santanyi.jpgEnde August 2014: Es wird Ernst. Der Umzugswagen ist bestellt, die Kartons werden befüllt und alle Zeichen stehen auf Süden. Dazu kommen noch die administrativen Dinge, wie Firmengründung, Bankkonto Eröffnung, für die man persönlich anwesend sein muss. Warum nicht per Bike anreisen?

Eine längere Motorrad-Tour war sowieso fällig, und schließlich müssen die Motorräder ja auch umgezogen werden. Auf dem LKW fühlen die sich doch gar nicht wohl! Das Wetter ist diesen August auch noch Mist, und südlich des Alpenhauptkamms warten die gelobten Kurven und vor allem: die Sonne. Weiterlesen


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Hey, wie geht es Dir?

Antworten auf eine beliebte Frage kurz vorm Umzug

„Wie geht es Dir denn jetzt wo der Umzug in greifbare Nähe rückt?“ Gute Frage.Adeo - Hola

Kurze Antwort: Ich freu mich drauf! Auf Santanyí, der kleine Ort, in dem ich ab Mitte Oktober leben werde. Auf die Menschen dort, die Umgebung und die mallorquinische Version des „savoir vivre“. Auf den geplanten Coworking Space samt Community, die ihn mit Leben füllen wird.

Die etwas längere Antwort als Blogpost:

Erwähnte ich, dass ich Veränderung gut finde? Nicht erst in der Schul-Oberstufe hoffte ich auf Veränderung: Das vorgezeichnete Dasein als Hausfrau und Mutter passte nicht zu meinem Fokus auf Mathematik/Naturwissenschaften mit Perspektive Studium. Vielen Frauen in den 1970ern sei Dank, was heute anders denkbar und umsetzbar ist.

Flexibilität als Lebenselixir

Arrrsome Tshirt rp14Für mich wurde zur Maxime, recht flexibel zu sein, die Augen offen zu halten und Chancen zur Veränderung zu ergreifen. Es ist ein Zufall gewesen, dass ich 1996 auf der „5 Jahre Linux“-Party in München jemanden aufgrund seines T-Shirts ansprach. (Daher rührt vielleicht mein Faible für Foto-Serien wie T-Shirts der re:publica :)

Wie sich im Gespräch herausstellte suchte diese Person genau mich: Jemand mit Passion fürs Internet. Für die Pressestelle von CompuServe, um in Workshops deutschsprachige Journalisten für die Online-Welt zu begeistern.

Wen traf ich beim Online-Pionier unter vielen anderen? Rainer, meinen Lebensgefährten, Tour-Partner und Freund. Jemand mit ähnlichen Gedanken, der wie ich Flexibilität und Neugier vor Besitz stellt. Wir haben uns kein Haus und auch keine Wohnung gekauft. Dafür Motorräder, mit denen wir verreisen.

Über das Motorradfahren sind wir nach vielen gefahrenen Kilometern zum Endurotraining bei Mallorquin Bikes nach Mallorca gekommen. Zufällig entdeckte ich das Angebot bei meiner Online-Suche und wurde von Coworkerin Sina aus Radfahr-Perspektive bestätigt: tolle Insel. Letztes Jahr wiederum zufällig formte sich nach den Gesprächen mit anderen Motorradfahrern in den Tourpausen die Idee, einen Platz zum gemeinschaftlichen Arbeiten in der Cloud auf Mallorca aufzubauen. Zufall ja, aber es gehört auch dazu, das Neue tatkräftig weiter zu denken.Shared Passion.

Da wir flexibel sind, können wir den Schritt gehen. Und lassen das eine oder andere hinter uns; meine Erfahrung sagt mir, das Wichtige wird bleiben. Wichtige Personen zum Beispiel, mit denen es auch nach Monaten „Funkstille“ wieder so ist, als hätten wir uns nur eine Woche nicht gesprochen. Und ich werde nicht „versteckt“ in einer Firma arbeiten sondern in einem Coworking & Meeting Space: Da freue ich mich besonders über bekannte Gesichter, die als Arbeitsreisende ihr flexibles Arbeiten mit Sonnenschein und Meeresrauschen verbinden.

Kölsche Wurzeln

Da fällt mir ein: Sicherlich prägte mich meine Grundausbildung als „kölsch Mädche“ – dem einen oder anderen ist ja das rheinische oder auch Kölsche Grundgesetz bekannt. Darin finden sich zum Beispiel folgende Redensarten, die eine gute Erklärung für meine Zuversicht abgeben:
Kölsch Mädche

  • Nix bliev wie et wor
    Steter Wandel und Veränderung sind normal und gehören zum Leben dazu, Stillstand bildet eher die Ausnahme; Hauptsache ich bleibe mir selber treu und die Veränderung passt zu mir.
  • Et kütt wie et kütt
    Egal wie genau ich plane, es wird immer etwas geschehen – positiv wie negativ – das ich vorher nicht auf der Uhr habe; und daher ist flexibel bleiben meine Richtschnur.
  • Et hätt noch immer joot jejange
    Der Blick zurück zeigt: viele Entscheidungen und besonders die mit Ortswechsel verbunden waren, haben sich ausgezahlt; ich vertrau auf meinen Instinkt!
  • Wat soll dä Quatsch?
    Veränderungen und Neuerungen sind jedoch stets zu hinterfragen; entsprechend habe ich mir in den letzten Monaten sehr häufig die Frage gestellt, welchen Nutzen das neue Projekt genau bieten wird.

Adéu Múnich & Hola Santanyí

Wie eingangs gesagt: Mit großer Freude mache ich den Schritt. In jedem Adiós (Adéu auf Mallorca) steckt auch ein ¡Hola! Besonders gespannt bin ich darauf, wie sich meine Passionen kombinieren lassen: Networking (im doppelten Sinne), Motorradfahren und Coworking.

Wünscht uns Glück – bei jedem Schritt, ob privat oder beruflich, ist das kleine Quentchen Glück eine wohltuende Zutat. Hasta luego – bis bald!


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Quasi Technik Museum

Außergewöhnliche Funde: längst vergessene Gadgets der Vergangenheit

Die eine räumen den Keller mal wieder auf, wir sind dabei unseren Hausstand für den großen Umzug zu reduzieren. Ausmisten halt. Und dabei zieht mal wieder die Technik der letzten 20 Jahre in Form des einen oder anderen Artefaktes vorbei, das vielleicht einmal unersetzlich war und jetzt teilweise traurigen Blickes um’s Überleben kämpft.

Exemplarisch habe ich hier eines der besten Adventures aus der Prä-Onlinezeit, welches jetzt tatsächlich auch wieder auf der Playstation gespielt werden kann: „Sam & Max hit the road“, witzig subversiv und mit schonungslosen Blicken hinter die Fassade eines kuscheligen Hasen.

Gekauft habe ich es bei meinem ersten beruflichen USA-Aufenthalt in Columbus, Ohio. 1995 lernte ich am dortigen Hauptsitz von CompuServe einiges über den Betrieb von Online-Diensten.

Zeugen der Online-Frühgeschichte

Die Disketten der ehemaligen Platzhirsche – CompuServe Information Manager (CIM) für DOS und OS/2 sowie originalverpackter Netscape Navigator aus meiner Zeit bei Netscape – zeugen von der Vergänglichkeit des Ruhmes. Quasi die Stein- und Eisenzeit-Werkzeuge des Internet. Disketten sind übrigens das, was euch als „Speichern“-Symbol in vielen Anwendungen anlacht.

Erstaunlich & kurios

Dann haben wir noch die unentbehrlichen Handys Nokia 6310i, 6021 und das Siemens S35i – ehemalige Spitzenmodelle (OK, das 6021 nicht wirklich). Alle ohne Kamera. Und tatsächlich gar nicht mal so alt. Alle lassen sich erstaunlicherweise problemlos laden und die Akkus sind, trotz des hohen Alters, sogar nicht sofort platt!

Mit diesen Geräten kamen bei den Ausgrabungen übrigens Hasi und Bärchen ans Licht: zwei kuschelige Handyhüllen. Nach Feedbacks auf Facebook und Instagram werden die auch mit umziehen :) (Danke sagt DoSchu)


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Wie praktisch ist das denn: Gestoria

Schon mal dran gedacht, jemand anderes loszuschicken, wenn ein Ämtergang ansteht? Wer hört auch öfters den Amtsschimmel wiehern, wenn die gestelzte Sprache eines Behördenformulars dreimal zu lesen ist? In Spanien gibt es in diesen Fällen professionelle Unterstützung: die so genannten Gestorias.

Wenn ich schon in meiner eigenen Sprache manches Formular nicht auf Anhieb verstehe, machte ich mir Sorgen, wie das wohl in Spanien sein wird. In meinen Kursen habe ich Alltags-Spanisch gelernt, nicht „Behördisch“. Und bei einer Firmengründung im Ausland will ich möglichst wenig Fehler machen.

Foto: Africa Studio / fotolia.com

Formularausfüllen ist wie Kreuzworträtseln (Foto: Africa Studio / fotolia.com)

Vermittler zwischen Bürgern und Behörden

Also freuten wir uns sehr, als wir im Buch Auf Mallorca leben und arbeiten von den Dienstleistungen der Gestorias lasen.

Da dem Staat durchaus bewusst ist, dass der Bürger mit ihm nicht mehr ohne sachkundige Vermittlung zurechtkommt, hat er schon vor längerer Zeit eine Ausbildungsverordnung erlassen, welche die Anforderungen an einen Gestor und dessen Werdegang festlegt.
Gestorias auf Mallorca / Reisebuch.de

Gut: Der Service kostet Geld. Spart jedoch Zeit und gibt uns mehr Sicherheit bei der Firmenanmeldung kein Häkchen in einem Antragsformular falsch zu setzen.

Einige Bekannte in Deutschland meinten gleich, das wäre wirklich eine praktische Dienstleistung, die sie auch gerne in Deutschland nutzen würden. Moment… eigentlich sind wir als Bürger der Staat und die ausführenden Organe wie Behörden unsere Angestellten. Und daher sollten unsere Angestellten verständlich mit uns kommunizieren. Oder?

Im direkten sowohl Social Media-Bekanntenkreis hörte ich mich um, ob mir eine Gestoria empfohlen werden kann. Zunächst kam da lange Zeit kein Echo zu mir zurück. Also studierte ich die Websites der Gestoren auf Mallorca hinsichtlich Spezialgebieten, Sprachen der Mitarbeiter etc. Ein Online-Auftritt sah etwas frischer aus als die anderen und weckte mein Interesse. Jedoch wollte ich mich bei so einer wichtigen Entscheidung nicht von einer etwas Branchen-unüblichen Website leiten lassen.

Schließlich erhielt ich eine persönliche Kontaktvermittlung auf Mallorca, welcher mir ausgerechnet die Gestoria empfahl, die mir per Website bereits zusagte. Montag lernten wir uns persönlich kennen, und wir beantragten unseren Firmennamen für die zu gründende S.L. in Spanien. Mittwochabend kam per E-Mail die Nachricht, dass aus den eingereichten Bezeichnungen bereits ein Name gewählt wurde. Flott!

Foto: Africa Studio / fotolia.com